22.01.2015

André Fischer

Geboren 1974 in Flensburg studierte André Fischer Neurowissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen. In seiner als beste Doktorarbeit der Universität Göttingen ausgezeichneten Dissertation (2002), identifizierte er eine Reihe neuer Gene, die für Lernvorgänge im Gehirn essenziell sind. Von 2002 bis 2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeitern am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen. Seine bedeutenden Arbeiten zur Proteinkinase Cdk5 und zum Aktivatorprotein p25 setzte er als Postdoktorand an der Harvard Medical School und am Massachusetts Institute of Technology (MIT), beide in Boston/USA, fort. Ab 2006 leitete er das Labor für Altersforschung und kognitive Erkrankungen am European Neuroscience Institute (ENI) in Göttingen, einer gemeinsamen Einrichtung der Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft. Für seine Arbeiten erhielt André Fischer 2007 den renommierten European Young Investigator (EUYRI) Award und 2008 den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der DFG. Die Arbeiten seiner durch den EURYI Award geförderten Nachwuchsgruppe am European Neuroscience Institute in Göttingen haben wesentlich zur Begründung des neuen Forschungsgebiets der Neuroepigenetik bei neurodegenerativen Erkrankungen beigetragen. 2011 erhielt er schließlich den Ruf als ordentlicher Professor an der Universitätsmedizin Göttingen und leitet als Sprecher das DZNE Göttingen. Sein Forschungsinteresse gilt den Grundlagen des Lernens und des Gedächtnisses, insbesondere den Mechanismen, die zu Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer, Altersdemenz oder Posttraumatischer Belastungsstörung führen können.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsmedizin Göttingen
Grisebachstraße 5
37077 Göttingen
Fon: 0551-39-10378
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